Sandow zeigt seinen Charakter beim Sandow-Fest 2025


Mit über 1.200 erwachsenen Gästen und vielen Kindern feierte das Sandow-Fest 2025 am 9. August eine Besucher-Rekord. Das bisher größte Stadtteilfest für Sandow konnte bei bestem Wetter wieder soziale, kulturelle und kulinarische Angebote vereinen – von Anfang an auch von den Sandowerinnen und Sandowern selbst vorbereitet und gestaltet. Das Sandow-Fest findet seit 2023 auf Initiative der Gruppe Sandow Community Power hin statt.

© Fritjhof Newiak

Seit Monaten bereiteten Anwohnerinnen, Vereine und andere Organisationen in Sandow das Sandow-Fest 2025 vor. Mit Bühnenprogramm und über 30 Ständen und Angeboten vom Bürgerhaus SandowKahn bis zur großen Festfläche an der Elisabeth-Wolf-Straße war das bisher größte Stadtteilfest in Sandow auch ein Kraftakt – der sich gelohnt hat. Über 1.200 Erwachsene und unzählige Kinder besuchten am Samstag, den 9. August, das Fest. Noch deutlich mehr als im Vorjahr. Das Sandow-Fest wurde diesem Jahr von den Vereinen Sandow Community Power e.V. und Initiative Jugend und Kultur e.V. in Kooperation mit dem Bürgerverein Sandow e.V. und dem Peer to Peer e.V., der den selbstverwalteten Jugendclub hinter dem SandowKahn betreibt, veranstaltet.


Spanne von Spaß bis Soziales

Regionale Künstlerinnen und Künstler bestimmten das Programm auf und vor der Bühne mit Spielmannszug, Karnevalsgruppe, Tanz, Modenschau, Geige, Rock und Rap. Als inhaltliches Highlight des Festes aber kamen aktive Frauen aus Sandow für ein Podiumsgespräch zusammen. Vertreterinnen von Sandow Community Power, der Bücherei Sandow, dem Internationalen Frauencafé Sandow, SHIA e.V. (Selbsthilfe Alleinerziehende) sowie die Stadtteilmanagerin von Sandow, Sarah Ostrowski wurden konkret zu den Fragen: Was brauchen Frauen, Familien und Alleinerziehende in einem Stadtteil mit über 40% Kinderarmut und einem sehr hohen Anteil von Einelternfamilien und wie kann ein soziales Zentrum im Stadtteil dabei helfen? Die Gesprächspartnerinnen verständigten sich darauf, dass es in Sandow mehr Raum braucht, um diesen enormen Bedarf an Austausch und Unterstützung für Familien und Frauen zu decken. Mit Räumen in einem sozialen Zentrum verknüpft sich auch besonders die Hoffnung, sich mehr austauschen und von den Erfahrungen anderer Frauen lernen zu können – sei es aus anderen Kulturen oder anderen Altersgruppen. Tür an Tür seien so viel mehr Synergien und gegenseitige Hilfe möglich.


Sandower Charakter: Anpacken und Zusammenarbeiten

Austausch und Zusammenarbeit prägten auch das weitere Angebote auf dem Fest. Aktions- und Infostände von Vereinen, sozialen Trägern und engagierten Anwohnerinnen und Anwohnern füllten die Festwiese mit Bücherständen in verschiedenen Sprachen, Kinderspielen, kostenloser Kleidung und stellten ihre praktischen Hilfsangebote vor. Andere Vereine wie Sandow Community Power luden zudem dazu ein, sich unkompliziert einzubringen, um in Sandow positive Entwicklungen anzustoßen. Die Freiwillige Feuerwehr, Eis Greschke und die Lausitzer Wasser GmbH sorgten wie im letzten Jahr für extra Erfrischung am diesem besonders heißen Tag. Die größte Unterstützung für das Fest kam aber von den Sandowerinnen und Sandowern selbst. Von Planung, über Vorbereitung und Aufbau, die Betreuung der vielen Essens- und Aktionsstände bis zum reibungslosen Abbau – war das ein Fest der Anwohnerinnen und Anwohner. Im Partnerlook in witzigen Grill-T-Shirts, im Blaumann oder in der Uniform eines Spielmannszugs; jung, alt, zugewandert oder schon ewig in Sandow – ganz verschiedene Menschen aus dem Stadtteil haben beim Sandow-Fest 2025 ihre gemeinsame Sprache gefunden: das Anpacken!


Das Sandow-Fest 2025 wurde gefördert durch die Robert Bosch Stiftung sowie den Verfügungsfonds des Bundesprogramms
„Sozialer Zusammenhalt“.